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Foto: Stefanie Moshammer


Mit Bleistift und Acryl schafft Esther Messner großformatige Leinwände, auf denen sie ihre Freunde und Familie festhält. In ihren Arbeiten verbindet sie gestisch abstrakte Malerei mit minuziöser Bleistiftzeichnung, die Spontanität des fotografischen Aktes mit der bedachten malerischen Ausführung, und die Flüchtigkeit des Momentes mit der Dauerhaftigkeit des Abbildes. Die durch diese Kontraste hervorgerufenen Spannungen lassen pulsierende, lebendige Portraits entstehen.

Esther Messner hat von 2002 – 2007 kontextuelle Malerei studiert (Klasse Muntean/Rosenblum, Elke Krystufek, Hans Scheirl)
an der Akademie der Bildenden Künste, Wien.
Der Ausgangspunkt für jedes Werk ist ein Foto.  Die Künstlerin fotografiert ihre Freunde und Familie im Alltag, auf Urlaub, und beim Fortgehen. Sie gehört zu der Generation, für die das fotografieren und fotografiert werden auch in den banalsten Situationen selbstverständlich ist. Das Zücken einer Kamera erregt  kein Aufsehen, über die geschlagene Pose wird ebenso wenig nachgedacht wie darüber, was mit dem Foto in weiterer Folge geschehen wird. Was Esther Messner jedoch von den meisten unterscheidet: sie sichtet ihr geschossenes Material. Die Flüchtigkeit, die den Entstehungsmoment der Vorlage charakterisiert, wird nun ersetzt durch eine sorgfältige Auswahl und einer zeitintensiven Umsetzung mit Bleistift und Acrylfarben. Zuerst wird mit Spachtel der texturierte Hintergrund gelegt – für die Künstlerin eine erste Annäherung an das Wesen der Person – dann mit Bleistift, oft in vielen Schichten, gearbeitet. So entstehen  metallisch glänzende und je nach Lichteinfall changierende, lebendige Portraits vor einem matt-abstrakten Hintergrund.

Die von Esther Messner Portraitierten sind Teil der Skate Szene – eine Subkultur, der, wie jeder anderen, von Außenstehenden Attribute zugewiesen werden: Eine sorglose Lebenshaltung, impulsives Handeln und Exzesse jeder Art. Die Künstlerin ist fest verankert in dieser Szene und scheint mit ihren Arbeiten zum Teil diese Klischees auch zu bedienen. Tätowierungen, Bierdosen und vor allem ausladende, hemmungslose Posen sind in vielen Arbeiten vertreten. Aber es gelingt ihr, dass sich selbst der unkundige Betrachter/die unkundige Betrachterin nicht in der Auseinandersetzung bei diesen vielleicht befremdlichen Eigenschaften und Haltungen verfängt. Stattdessen ermöglicht die Künstlerin den nächsten Schritt: die dargestellte Person als Individuum wahrzunehmen. Es sind nicht stereotype Charaktere, die Esther Messner präsentiert, sondern Menschen die sie schätzt, liebt und in ihrer Malerei würdigt.

– Anke Wiedmann

 

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Exhibitions:

2024

„Virages“ / tba / Vienna

 [2017 – 2024 babypause]

2017

„Snapshot Variations“ / hinterhof :lab – Neubaugasse / Vienna

2016

„Infameous“ / Preddys Recordstore – Fame Boardshop / Vienna

2015

„Stephansplatz?“ / Bibliothek – Akademie der Bildenden Künste / Vienna
Vintage – Art&Design / Kunsttankstelle Ottakring / Vienna
„Cornerstore“ Arena / Vienna
„Black&White“ – Avocado Skateboards  / Atelier Defizit / Vienna

2014

„Second Sights I“  Praterstrasse17 / Vienna
„Second Sights II“ Bibliothek – Akademie der Bildenden Künste / Vienna

2013

„Untitled“ Salon Freiheit / Klagenfurt
„Cash, Cans & Candy“ hilgerBROTkunsthalle / Vienna
„The Miami Series“ Comerc – Store / Vienna

2012

„Crosswalk“ Jazzclub Blue Tomato / Vienna
  „1“  Salon Freiheit / Klagenfurt
„Yux & Friends“ Artlane / Klagenfurt
„Getting Random“ / Galerie Wieselmann / Vienna

2010

„Untitled“ Blue Box / Vienna
Aufgmischt“ Festival / Baden near Vienna
„Am I on Demand“  Galerie Abendstern / Vienna

2008

Diplomausstellung / Akademie der Bildenden Künste / Vienna

2007

„Auto – Opening“  kuratiert von Hans Scheirl / Vienna

2005

„Untitled“ Cafe el guetu / Gijon, Spain

2004

„Part Two“  electric avenue / Museumsquartier / Vienna
„Österreich hat gewählt“  die Küche / Berlin

2003

„Permanent Installation“ Cafe Panoptikum / Vienna
„4“  kuratiert von Edek Bartz / Schleifmühlgasse / Vienna